Rassismus-Eklat beim DFB Pokalspiel gegen Berlin

Rassismus-Eklat beim DFB Pokalspiel gegen Berlin

Leider gibt es immer noch Idioten die den Sport missbrauchen.

Geschehen beim gestrigen DFB Pokalspiel gegen Hertha BSC.

Während des Spiels wurde der dunkelhäutige Jordan Torunarigha von Hertha BSC mehrfach von Schalker Fanseite Beleidigt.
Der Spieler Torunarigha soll sogar auf dem Platz geweint haben, sagen einige Schalker Spieler, die ihn mit aufmunternden Worten unterstützten diese Idioten nicht ernst zu nehmen und ihnen keine Chance zu geben. Torunarigha wurde von Schalke-Fans hinter dem Tor auch mit Feuerzeugen beworfen worden sein.
TV-Bilder zeigen, dass der Abwehrspieler danach von Teamkollegen getröstet werden musste.
Es kam dann was kommen musste, nach Foulspiel vom Schalker Omer Mascarell nahe der Seitenlinie,
fiel Torunarigha in Schalke-Trainer Wagner hinein.
Der Coach half dem deutschen Nachwuchsspieler wieder auf die Beine.
Dieser griff sich beim Aufstehen jedoch den Schalker Wasserflaschen-Kasten und warf ihn vor Wagner zu Boden.
Wagner stellte klar, dass er keine Tätlichkeit an dem Berliner Verteidiger begangen habe.
"Ich habe ihn weder gepackt, noch heruntergedrückt“.

Schiedsrichter Osmers sah es anders.
Der Unparteiische stand nach der Szene in Kontakt mit den Videoassistenten und schaute sich das Geschehene nochmals auf dem Monitor genau an - und entschied letztlich auf Rot für Wagner.
Torunarigha erhielt zur Belohnung auch noch gelb Rot und durfte vorzeitig duschen.
Die Emotionen waren sehr hoch gekocht.
Richtig wäre es gewesen Mascarell gelb zu zeigen,
Torunarigha zur Seite zu nehmen und ihm klar zu sagen, das das werfen von Wasserkisten ebenfalls nicht geht.
Der vierte offizielle der daneben stand, hätte auf den Schiedsrichter zugehen müssen um ihn mitzuteilen das Wagner nichts Unsportliches getan hat.

In der Zeit des Videoschiedsrichter hätte Osmers das Spiel unterbrechen müssen,
zur Seite gehen, in Ruhe mit Köln sprechen- sich die Bilder anschauen, wenn man selber runtergefahren ist und dann handeln.
Was er und Köln aber gesehen haben…..das werden wir nie erfahren.

Schalke 04 hat auf die Rassismus-Vorwürfe von Jordan Torunarigha von Hertha BSC nach dem DFB-Pokal-Achtelfinale reagiert.
Der Klub teilte mit, die Aussagen von Torunarigha hinsichtlich etwaiger Beleidigungen "sehr ernst" zu nehmen und zu prüfen.
Schalke 04 schrieb auf seiner Homepage, er nehme Torunarighas Aussagen "sehr ernst."
Unter anderem mit der Polizei Gelsenkirchen, dem Sicherheitsdienst und internen Quellen werde der Fall "ausführlich geprüft."

Wagner entschuldigte sich im Namen des Klubs für die Vorfälle und auch der Vorstand von Schalke 04  verurteilte die Vorfälle mit deutlichen Worten ("Null Toleranz für Vollidioten dieser Art").
In der Stellungnahme legte Schalke 04 nach mit den Worten:
"Wir werden alles dafür tun, dass wir diejenigen, die dafür verantwortlich sind, ausfindig machen und mit Konsequenzen belegen. Ein solches Verhalten verstößt nicht nur gegen Stadionordnung, Leitbild und Satzung des FC Schalke 04, sondern widerspricht auch all unseren Werten. Wir werden mit Sanktionen reagieren und die Vorfälle auch entsprechend zur Anzeige bringen."

S04 verwies auch auf seine kürzlich eröffnete „steht auf-Anlaufstelle“, bei der Fans bei den Heimspielen der Königsblauen diskriminierende Vorfälle ab zweieinhalb Stunden vor bis 30 Minuten nach Anpfiff melden können sowie Beratung und Unterstützung erhalten.
Erstmals geöffnet war die Anlaufstelle bei der Partie gegen den FC Bayern München im August 2019.

Jetzt ist es einfach zu schreiben was hätte wenn und aber….
Wenn es aber wirklich so war wie Berlins Trainer Klinsmann behauptet, das die Beleidigungen nicht eine einmalige Sache gewesen wären, hätte der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen müssen, damit der Stadionsprecher diese Vollidioten auffordert den Mund zu halten.
Notfalls sogar den Platz zu verlassen und bei einer Wiederholung das Spiel abzubrechen und Berlin am grünen Tisch als Sieger erklären.

So und nicht anders geht man gegen Rassismus vor. Dieses ewige runter reden hilft nicht weiter.
Und auch die Fans die danebenstehen, wenn rassistische Äußerungen kommen,  müssen in die Pflicht genommen werden.
Wegschauen ist kein Kavaliersdelikt.

Erst dann, wenn Spiele am grünen Tisch entschieden werden,
wenn der Verein einen hohen finanziellen Schaden erlitten hat,
erst dann werden alle (Verein, Zuschauer, Fans, Fans die danebenstehen und lachen) verstehen,
das man wirklich ernst meint mit dem Slogan „Respect- gebt Rassismus die Rote Karte“.

Da geht leider unter das unsere Mannschaft nach einem 0:2 Rückstand, das Spiel noch mit 3:2 für uns entscheiden konnte.

 

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